Adolescents

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“Kids in a fast lane living for today
No rules to abide by and no one to obey
Sex, drugs and fun is their only thought and care
Another swig of brew another overnight affair”

Die “Heranwachsenden” erzählen Geschichten von Langeweile im “teenage wasteland”, vom anders sein wollen, vom schnellen Leben, von dem Wunsch nach Intensivität, nach Individualität und vom Aufbegehren gegen die amerikanische Prüderie. “No rules to abide by and no one to obey. Sex, drugs and fun is their only thought and care” (Kids of the Black Hole, Adolescents, 1981)

Bildschirmfoto 2014-02-26 um 16.52.20Diese Wünsche formulieren die kalifornischen Vorstadt-Adoleszenten in schnellem, echten,       jugendlich genervten Punkrock: rotzig, klar, authentisch, angepisst, ungehobelt und wütend. Dabei  bleiben sie melodisch, mehrstimmig und typisch kalifornisch dem Westcoast Hardcore treu, schreddern, schreien, motzen und etablieren Chöre. Die halbwüchsige Orange County Punkband ist der zornig-launisch-sarkastische Arschtritt aller jugendlicher Versager, die noch nie ein Mädchen abbekommen haben. Sie blieben seit 1980 (auch heute noch, wenn auch ein wenig düsterer:   Presumed Insolent, 2013) die Stimme der Jugend, die sich fehl am Platz fühlt.

Übrigens, tolles Video:

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John Coffey

“Get up and dance, get up and smile, get up and drink to the days that are gone in the shortest while.”

“Steht auf und tanzt, steht auf und lächelt, steht auf und trinkt auf die Tage die schon bald vorbei sind”, fordern John Coffey in Ihrem Song “Me vs. I” auf der Platte “Bright Companions” (2012, Redfield Records) und das scheint auch das Mantra der fünfköpfigen Band aus den Niederlanden zu sein.

Schon vor jedem Auftritt fallen Sie auf. Sie sind impulsiv, dynamisch, laut, sympathisch und tragen eindrucksvolle Schnauzbärte und Lederjacke. Sie machen Krach, erzählen leidenschaftlich, springen auf den Tourbus und trinken und lachen ungehemmt.

Und diesen Schwung nehmen Sie auch mit auf die Bühne. Das Schlagzeug treibt, die Gitarren beben und der Gesang kracht. Sobald David Achter de Molen die erste Zeile von “Romans” in das Mikro krawallt, holpert mein kleines Randalier-Herz. Die Stimme ist wuchtig, brachial, rotzig, brutal und stark und bombt sich durch die Ohren ins Gemüt. Niemand kann still stehen oder nicht schwitzen, wenn die Gitarren dampfen, wenn es sich nach beflügelt-Sachen-kaputt-machen anfühlt und ein bisschen nach warmer Lederjacke riecht.